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Die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut (Implantation) ist ein sehr komplexer Vorgang, der bis heute nur in Ansätzen verstanden wird. Voraussetzung ist ein zeitgerecht entwickelter Embryo, der die Gebärmutterhöhle normalerweise am 5.-6. Entwicklungstag im Stadium der Blastocyste erreicht. Gleichzeitig muss die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) durch ausreichende Mengen an Progesteron und Östrogenen vorbereitet worden sein.

Sobald der Embryo die Gebärmutter erreicht hat, nimmt er über Botenstoffe (z.B. Hormone) Kontakt mit der Mutter auf. Die Gebärmutter antwortet ebenfalls durch die Sekretion von Botenstoffen. Auf diese Weise beeinflussen sich die Entwicklung von Gebärmutterschleimhaut und Embryo gegenseitig. Man spricht von einem regelrechten "Embryo-maternalen Dialog", in den das Schwangerschaftshormon (hCG), als eines der frühesten embryonalen Signale möglicherweise eine wichtige, einnistungsfördernde Rolle spielt.

Nach dem "Schlüpfen" ("hatching") des Embryos aus der Eizellhülle (Zona pellucida) kommt es zur direkten Kontaktaufnahme mit der Gebärmutterschleimhaut über so genannte Integrinmoleküle. Danach dringen die embryonalen Zellen in die Gebärmutterschleimhaut ein und bilden den Mutterkuchen (Plazenta), der den Embryo fortan ernährt. Der regelrechte Ablauf dieser Implantationsvorgänge ist nicht nur für die Etablierung der Schwangerschaft sondern auch für einen problemlosen Schwangerschaftsverlauf bis zur Geburt von entscheidender Bedeutung.

Verspätete Implantationen, die gelegentlich beobachtet werden führen zu einem massiven Anstieg an Fehlgeburten und auch zu Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf.




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